
Letzte Aktualisierung der Site: 02.09.2010 |
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Krankheiten und Behandlungen > Bilharziose (Schistosomiasis)
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Die Krankheit in Kürze
Die Bilharziose oder Schistosomiasis ist eine Krankheit, die durch einen
Parasiten verursacht wird, der durch die Haut in den Organismus dringt und
anschliessend in die Harnblase (blutiger Urin) und in die Därme (Schmerzen,
Durchfall) gelangt. Wirksame Medikamente sind erhältlich.
Übertragung
Die Bilharziose ist eine durch infektionstüchtige, schwimmende Larven (Zerkarien)
verusachte Krankheit. Die Larven bohren sich beim Baden in verschmutzem
Süsswasser ( Seen, träge Flüsse, Kanäle, Wassertümpel und Nassfelder)
durch die unverletzte Haut. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht
möglich.
Vorkommen
Die Krankheit kommt in den Tropen vor ( genauer zwischen dem 36.
nördlichen und dem 34. südlichen Breitengrad), in Gegenden wo sich die
Süsswassertemperaturen zwischen 25° und 30° C bewegen. Man findet sie
vor allem im sub-saharischen Afrika und in Aegypten, ausserdem auf der
arabischen Halbinsel, im Mittleren Osten, in Südamerika (Brasilien,
Surinam, Venezuela) auf einigen Inseln der Antillen sowie in Südostasien
(China, Japan, Philippinen, Indonesien). |
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Klinik und
Komplikationen
An der Eintrittstelle der Larven kann es zu Hautreizungen und Juckreiz kommen (swimmer's
itch).Zwei bis sechs Wochen nach der Exposition können Fieber, Kopf- und
Bauchschmerzen auftreten (Katayama-Fieber). Dann entwickeln sich die Laven
und gelangen in die Venen der inneren Organe (Darm, Leber oder Harnblase).Ihre
Eier durchdringen die Wände dieser Organe und verursachen so eine
Entzündung, die Durchfall, Bauchschmerzen oder Blasenbeschwerden (Schmerzen
beim Wasserlösen, blutiger Urin) auslösen kann. Der Nachweis von Eiern
im Stuhl oder ein Bluttest (Serologie) sind einfache und sichere Tests zur
Diagnosenbestimmung. Unbehandelt kann Bilharziose neurologische (Lähmungen),
Lungen- und Leberkomplikationen verursachen
Behandlung
Ein sehr wirksames Medikament (Praziquantel) ist erhältlich. Man kann es
sogar bei fortgeschrittener Krankheit zur Verhinderung von Komplikationen
einsetzen.
Empfehlungen
Verzichten Sie in Endemiegebieten aufs Baden oder Waten in Süsswasser,
aufs Hände- oder Füssewaschen. Rafting, sowie die meisten anderen
Wassersportarten, sind in diesen Gebieten nicht risikofrei. Kommen Sie aus
Versehen mit Wasser in Kontakt, trocknen Sie sich sofort kräftig ab,
dadurch vermindern Sie die Infektionsgefahr. Im korrekt desinfizierten
Schwimmbald Ihres Hotels ist das Baden natürlich völlig ungefährlich.
Falls Sie in Endemiegebieten in Süsswasser gebadet haben sollten Sie nach
Ihrer Rückkehr einen Arzt konsultieren, um eine mögliche Ansteckung
auszuschliessen.
Erstellung: 16.11.2006
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