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Letzte Aktualisierung der Site: 02.09.2010
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| REISEZIEL |
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FSME (auch RSSE)
FSME Frühsommer Meningo Enzephalitis
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Die Krankheit in Kürze
Die Zeckenenzephalitis FSME (Frühsommer Meningo Enzephalitis) ist eine
virale Erkrankung. Das Virus wird in einigen Regionen Europas und
Sibiriens durch Zecken übertragen. Die Krankheit manifestiert sich
zunächst durch unspezifische grippale Beschwerden, denen in wenigen
Fällen eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute folgt. Es gibt
eine Impfung gegen die Erkrankung.
Übertragung
In den gut abgrenzbaren Endemiegebieten Europas ist ca. 1% der Zecken (der
Gattung Ixodes) mit dem Virus infiziert, das während der Zeckensaison von
Mitte Februar bis Mitte November auf den Menschen übertragen werden kann.
Pro Jahr treten ungefähr hundert Fälle auf. In Ausnahmefällen kann das
Virus auch durch nicht pasteurisierte Milchprodukte von infizierten Ziegen,
Schafen oder Kühen übertragen werden.
Vorkommen
Es gibt Endemiegebiete in Zentral- und Osteuropa (Balkan), sowie
Skandinavien. Eine schwerere Erkrankungsform genannt " Russian
spring-summer encephalitis " (RSSE) existiert in Russland, China,
Korea und Japan. |
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Klinik und Komplikationen
Die Zecken injizieren eine betäubende Substanz, so dass der Stich häufig
unbemerkt bleibt. Die Infektion bleibt meistens asymptomatisch oder
äussert sich durch grippale Beschwerden. Bei 15% der Infizierten kann
sich eine Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems unterschiedlicher
Ausprägung entwickeln. Die Symptome sind hohes Fieber, Kopfschmerzen,
Nackensteifigkeit, Lichtscheu, Übelkeit und Erbrechen. Eine schwerer
Schädigung (Entzündung des Gehirns) kann zu Schwindel, Sprach- und
Gangstörungen, Krampfanfälle, Lähmungen und sogar zum Tod führen.
Neurologische Folgeschäden sind bei schweren Verläufen häufig.
Vorbeugung und Behandlung
Schützen Sie sich im Wald vor Zecken: tragen Sie Kleidung, die die Haut
gut bedeckt und Schuhe, die über den Unterrand der Hosen reichen. Tragen
Sie Insekten abweisende Produkte auf, die DEET (für die Haut) oder
Insektizide (wie Permethrin, für die Kleidung) enthalten. Zu Hause
sollten Sie, nachdem Sie im Wald waren, gründlich Haut und Haare
kontrollieren. Finden Sie eine Zecke, entfernen Sie sie schnell mit Hilfe
einer Pinzette, indem Sie sie so nah wie möglich an der Haut fassen und
mit einer drehenden Bewegung allmählich rausziehen. Danach desinfizieren
Sie den Stich.
Für
Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren (vor diesem Alter sind schwere Formen
dieser Krankheit selten) ist ein wirksamer Impfstoff erhältlich. Für
die Grundimmunisierung sind drei Dosen nötig ( 0, 1-3, sowie 9-12
Monate) und sie sollte
vorzugsweise im Winter gegeben werden. (Es existiert auch ein
schnelleres Schema). Eine
Auffrischungsimpfung ist in der Schweiz nur noch alle 10 Jahre empfohlen.
Reisende sollten bis 15 Tage vor der Einreise in ein Risikogebiet zwei
Dosen erhalten haben. Die Impfung schützt auch gegen RSSE (Russian Spring
Summer Encephalitis).
Empfehlungen
Schützen Sie sich vor
Zecken in Wäldern und im Unterholz von Endemiegebieten. Im Falle eines
Zeckenstichs, entfernen Sie schnell die Zecke und desinfizieren Sie den
Stich. Die Impfung ist für alle Erwachsenen und Kinder (ab 6 Jahren) die
in Endemiegebieten wohnen oder sich zeitweilig dort aufhalten und
Zeckenbissen ausgesetzt sein können, empfohlen. Ein hohes Risiko steht
besonders für Wanderer, Spaziergänger, Velofahrer, Camper, Jäger,
Holzarbeiter und Pilzsammler.
Erstellung: 07.02.2000
Up-date: 07.06.2005; 03.04.2006 |
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